Woah. Es tut mir voll leid, ja.
Das Kapitel war gestern fast fertig. Es hätte nur noch zehn Minuten gedauert und dann hat meine Mutter das Internet abgestellt. O:
Ich hab sie angeschrien, dass ich das Kapitel online stellen muss, aber ihr war es egal.o:
Ich glaube, es ist sogar etwas länger, als sonst. c:
Verzeiht ihr mir? o;
Und es ist ein Abschiedsgeschenk. Weil ich heute Nacht weg bin. :b
Vielleicht schreibe ich ja im Flugzeug. Genug Zeit habe ich ja. x:
Es tut mir voll leid. x:
-Tom. :*
_______________________________________
"Ist ein bisschen viel, Luca.", versuchte sie, ihm auszuweichen.
"Dann erzähl's mir. Ich hab Zeit. Ich wurde eben fett versetzt.", grinste er.
"Von deiner Freundin?", fragte Sam und sah ihn erwartungsvoll an.
"Ne. Ich hab keine Freundin.", lachte er leise vor sich hin.
"Wieso nicht?", hackte Sam geschockt nach.
"Die benötigen so viel Zeit und sind immer so launisch. Außerdem will ich einfach keine.", zuckte er mit den Schultern.
"Also? Was bedrückt dich?", hackte er nach und lehnte sich zurück.
Ein paar Pollen hingen in seinen Haaren, die in der Sonne leuchteten.
Luca kaute Kaugummi.
Es roch leicht nach Melone. Und man konnte das kleine, glitschige, gelbe Etwas in seinem Mund sehen, wenn man darauf achtete.
Sam merkte, wie er sie aufmerksam musterte.
Sie schluckte schwer, senkte ihren Blick und schaute ihm dann in die Augen.
Schnell zwinkerte sie die Tränen weg, die sich in ihren Augen bildeten.
"So ein Junge. Aus meiner Klasse, der hat mir eine ganze Beziehung vorgespielt, mich dann betrunken gemacht, mit mir geschlafen und mich dabei nur verarscht. Es war für eine Wette.", Sam senkte beschämt ihren Blick. Die Röte stieg ihr ins Gesicht. Wie unangenehm ihr das war..
Luca verschluckte sich und hustete hefßtig.
Sam schreckte zusammen und klopfte auf seinem Rücken herum.
Er würgte sein Kaugummi hoch.
"Tut mir leid.", entschuldigte er sich.
"Kein Problem. Ist alles okay bei dir?", Sam sah ihn ein wenig geschockt von der Seite an.
"Ja. Aber wie kann dieser Typ sowas tun?!", Lucas Blick verengte sich.
Er schaute Sam nicht an, nein. Er schaute in die Ferne.
Auf der anderen Seite der Autobahn war ein großes Feld. Es war gelb. Man konnte nicht eine grüne Stelle sehen. Nur gelb.
Vor der Bank, auf der sie saßen, lag ein kleines Stückchen Brot.
Langsam und so unauffällig wie möglich, kam ein Spatz angeschlichen und stiel das Brot.
So schnell, wie möglich flog er wieder weg.
Sam und Luca redeten noch eine ganze Weile.
Über alles.
Eigentlich redet man doch nicht mit jemandem, den man vor einer halben Stunde kennen gelernt hatte, über die tiefsten Geheimnisse, oder?
-Doch. Sam tat es. Komischer Weise vertraute sie ihm.
Es fühlte sich so an, als ob sie ihn schon verdammt lange kennen würde.
Doch sie tat es nicht.
Luca war einfach ein Junge, der sie vor dem Selbstmord bewart hatte.
Dann entstand ein Schweigen. Aber kein unangenehmes.
Es war total schön, einfach neben ihm zu sitzen und in die Gegend zu gucken.
Die Sonne ging langsam unter. Direkt über dem gelben Feld.
Die Bäume wurden von der untergehenden Sonne beleuchtet.
Das satte grün von den Blättern strahlte noch mehr.
Ein paar Vögel zogen am dunkler werdenden Himmel ihre Runde.
Ganz weit enfernt drehte eine Person mit einem etwas größeren Hund eine Runde.
Ein Jogger lief durch's Feld.
Zwei Fahrradfahrer fuhren an der Autobahn entland.
Langsam blickte Sam zur Seite und sah in ihren Augenwinkeln Luca, der müde schien und herzhaft gähnte.
"Tut mir leid. Ich bin total fertig.", entschudigte er sich und grinste breit.
"Kein Problem. Ich auch.", lächelte Sam müde und fuhr sich über das Gesicht.
"Komm. Ich bring dich nach Hause.", Luca stand schnell auf, nahm sein Board unter den rechten Arm und hielt Sam die Hand hin, die sie dankend annahm und sich an ihm leicht hochzog.
Gemeinsam schlenderten sie über das Feld. Schweigend. Luca wusste, dass in Sams Kopf sich die Gedanken überschlagen. Und in seinem? Er dachte über gar nichts nach. Er genoss einfach nur die Nähe von ihr. Die Nähe von Sam. Sam. Dem Mädchen, das er schon seit längerer Zeit toll fand, das ihn aber noch nie bemerkt hatte..
Das Haus, in dem Sam wohnte, konnte man wegen der Höhe schon aus der Ferne sehen.
Luca zögerte kurz und nahm dann ihre kalte Hand in seine.
Leicht erschrocken guckte sie ihn an, ließ es aber dennoch zu.
Ein zufriedenes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen.
"Wo wohnst du denn?", fragte er. Als ob er das nicht wusste.
Natürlich wusste er, dass Sam in diesem großen Haus lebte. Mit ihrem Bruder und ihrer Mutter.
"Da.", sie zeigte auf den Steinbrocken.
Luca nickte nachdenklich.
Als sie vor der Tür ankamen, umarmte sie ihn dankbar.
"Danke. Für alles.", flüsterte sie in sein Ohr.
Er konnte die warme, feuchte Hitze spüren.
Seine Nackenhaare stellten sich auf und er bekam Gänsehaut.
"Kein Problem.", flüsterte er zurück und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, bevor er zu sich nach Hause ging.
Lucas Haus lag am Ende der Straße.
In einem Reihenhaus.
Er lebte mit seiner kleinen Schwester und seiner Mutter zusammen.
Sein Vater hatte die Mutter betrogen, als er gerade zehn geworden war.
Seitdem kamen sie gut ohne ihn klar.
Er wollte auch keinen neuen Vater. Er wollte, dass alles so blieb, wie es war.
Sam ging langsam die Treppen nach oben und schloss die Haustür auf.
"Wo bleibst du denn?!", schrie ihre Mutter schon los.
"Nicht jetzt. Bitte.", flehte sie. In diesem Moment wollte sie ihre Ruhe. Niemanden, der sie anschrie.
Vielleicht eine Mutter, die sie in den Arm nahm und ihr zuhörte und ihr sagte, dass alles wieder gut werden würde.
Vielleicht eine Mutter, die sie ins Bett steckte, ihr etwas von ihren Liebesgeschichten erzählte.
Vielleicht eine Mutter, die ihr Schokolade brachte und sich zu ihr ins Bett kuschelte.
Doch Sam wusste, dass ihre Wünsche nie erfüllt werden würden.
"Wieso heulst du?", wurde sie angemacht.
"Tut mir leid."
Schnell wischte sie sich die Tränen ab und ging in ihr Zimmer.
"Ich bin arbeiten!", hörte Sam.
Sie zog sich ihre Jogginghose an und kuschelte sich ins Bett.
Leise wurde ihre Tür geöffnet.
Jake stand vor ihr.
"Wieso weinst du denn?", fragte er traurig und kam auf sie zu.
Er setzte sich neben Sam auf's Bett und kam mit den Füßen nicht auf den Boden. Er ließ sie baumeln.
"Mein Herz tut weh.", versuchte sie zu erklären, dass er es auch verstand.
"Und wieso?"
"Wegen einem Jungen.", lächelte sie unter Tränen.
"Hat er dir weh getan?", wollte Jake wissen.
Klar. Er war erst fast sieben. Wie sollte er denn sowas verstehen?
"Ja. Hat er. Sehr sogar."
"Soll ich bei dir bleiben?", fragte er. Sam sah, wie traurig er wurde.
"Kannst du machen. Was ist denn los mit dir?", fragte sie und strich ihm durch die Haare.
"Ich will nicht, dass dir ein Junge weh tut.", gab er leise zu und kuschelte sich an seine große Schwester.
Sam legte ihren Kopf auf seinen.
Die Tränen liefen ihm in die Haare, doch ihn störte das nicht.
Wie gut es tat, dass sie einen Bruder wie ihn hatte.
Wenigstens einer, der immer für sie da war..
Wooooow, und das schreibt ausgerechnet ein Junge ?
AntwortenLöschendeine Geschichte ist einfach wunderschöön :)
Respekt, Hüübscher c;